30. September 2022

Salvadorianer gegen Bitcoin-Gesetz

Das Land El Salvador mit 6,5 Millionen Einwohnern hat am 7.9.2021 als erstes Land der Welt Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel gemacht. Durch das Gesetz ist jeder Händler der technisch in der Lage dazu ist verpflichtet Bitcoin als Zahlungsmittel anzunehmen.

Doch gestern zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes gab es Proteste gegen den Präsidenten und seine Einführung des Bitcoins-Gesetztes. Viele Demonstranten trugen T-Shirts auf denen „Nein zum Bitcoin“ stand und in den sozialen Medien verbreitete sich ein Video, in dem ein neu aufgestellter Bitcoin-Automat in Brand gesetzt wurde und Läden mit Bitcoin-Automaten wurden demoliert.

Es gibt mehre Gründe für die Ablehnung der Bevölkerung gegenüber Bitcoin: Am Start des Bitcoin Gesetztes hatte die offizielle Walletsoftware „Chivo“ wegen Überlastung Server Probleme und die App wollte Berechtigungen aufs Mikrofon und Adressbuch ohne das klar war wofür. Außerdem ist genau an dem Tag der Kurs stark gesunken was die Bevölkerung zusätzlich verunsichert hat.

Nach einer Umfrage mit 1300 Teilnehmern im August sind 70 % gegen das Bitcoin-Gesetzt und außerdem konnten nur 4,8% der Befragten Bitcoin korrekt als Kryptowährung definieren. Weitere Gründe gegen Bitcoin als Zahlungsmittel sind die hohen Kurschwankungen und die Gefahr der Geldwäscherei.

Der Präsident entgegnete auf die Kritik das die dreimonatige Vorbereitungsphase vielleicht etwas zu kurz war doch laut seinen Angaben gibt es bereits eine halbe Millionen Nutzer mit der offiziellen App. Was aber vorallem daran liegt das jeder Nutzer der App 25€ Startguthaben in Bitcoin bekommt, was dort Lohn von drei Tagen entspricht.

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